Presseartikel:

2003: Bilder von Yvonne Schenk in der Stauferklinik
2002: Rathaus Oberkochen: Comics bringen Farbe ins Spröde
2002: Synthese zwischen Natur und Kunst

2001: Ohne Inhalte keine Kunst

2000: Ausstellungseröffnung: Yvonne Schenk gibt dem Glaube Gestalt
1996: Kabinettkunst mit Tiefsinn
1996: Yvonne Schenk: Karikaturen und Philosophie: Bleistift gibt Denkanstöße
1995: Ohne Weg gibt es kein Ziel
1992: Bilder im Zeitalter der Ungeduld

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Bilder von Yvonne Schenk in der Stauferklinik


Pater Hugo Weihemüller (Zweiter von rechts) führte in eine neue Ausstellung ein, die jetzt in der chirurgischen Abteilung der Stauferklinik zu sehen ist: es sind Werke von Yvonne Schenk (im Bild). Klinikdirektor Walter Hees (links) begrüßte die Kunstfreunde. Die Ausstellung dauert bis 8. November. (Schwäbische Post 20.09.2003; Foto: Hientzsch)








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Rathaus Oberkochen
Comics bringen Farbe ins Spröde


Ikebana und philosophische Comics von Yvonne Schenk sind bis zum 8. November im Rathaus-Foyer Oberkochen ausgestellt.

Oberkochen. Bürgermeister Peter Traub begrüßte am Mittwochabend einen "kleinen, aber sachkundigen" Freundeskreis der Hobby-Künstlerin zu einer "nicht-alltäglichen Ausstellung". Traub sagte, dass Schenk vor sechs Jahren schon einmal im Rathaus ausgestellt habe: "Sie verschönern den etwas spröden Zweckbau mit ihren Werken."
Im Gespräch mit der Künstlerin führte Dietmar Herzog aus Schwäbisch Gmünd in Schenks Werk ein. In ihrem Werk ergänzen sich philosophische Comics in Form von Tuschezeichnungen und farbige Collagen aus Schilf. Für die musikalische Umrahmung sorgte Martin Knipper unter anderem an der Mandoline mit einer eigenen Bearbeitung von Schuberts Wiegenlied. (Gr - Schwäbische Post 2002)



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Synthese zwischen Natur und Kunst:


Am Mittwoch vergangener Woche eröffnete Bürgermeister Peter Traub die Ausstellung der Oberkochenerin Yvonne Schenk, verheiratete Reiling, im Foyer des Rathauses. Dietmar Herzog aus Schwäbisch Gmünd führte in die Ausstellung ein. dabei wies er auf den Drang der Künstlerin, tief in die Kunsttheorie eintauchen zu wollen, hin. Yvonne Schenk habe stets das Bedürfnis, die Arbeiten mit einem theoretischen Hintergrund zu belegen, was besonders in den religiösen Comics und philosophischen Karikaturen, alles »metaphysische Purzelbäume«, wie sie sich selbst ausdrückt, sichtbar wird.
Auffallend an der Ausstellung von Yvonne Schenk ist die bewusste Zweiteilung. Auf der einen Seite die philosophischen Comics, die zum Denken anregen sollen und dem Betrachter Rätsel aufgeben. Zum Anderen die Collagen aus Natur und Künstlichem, wohl ein entsprechender notwendiger Ausgleich für die Künstlerin. gegenüber den Werken, die Yvonne Schenk in den letzten beiden Ausstellungen im Rathausfoyer, zuletzt vor sechs Jahren, zeigte, bestechen ihre »neuen« Bilder vor allem in ihrer Farbigkeit als Mittler zur Begrifflichkeit, um einen Dialog mit dem Betrachter entstehen zu lassen. Dabei hält sich Yvonne Schenk jedoch meist nicht an die traditionellen Aussagen verschiedener Farben, sondern sieht in der Farbauswahl oftmals eine gedankliche Verbindung zur wiedergegebenen Stimmung eines klassischen musikalischen Werkes.
Dietmar Herzog betonte, dass zwischen den farbigen Collagen und den in schwarz-weiß angelegten Karikaturen kein Widerspruch liege. Er verwendete bewusst für sämtliche Werke Schenks den Begriff »Collagen«. Die Karikaturen seien »Wortcollagen«, in denen theologische und naturwissenschaftliche Themen weiterverarbeitet würden. In seiner Einführung wich der Sprecher von der traditionellen Eröffnungsrede ab und führte am Pult mit der Künstlerin Yvonne Schenk ein Zwiegespräch. Ein Gang durch die Ausstellung schloss sich an. Durch geschickte Fragen verstand Dietmar Herzog, nahezu alle Bildgruppen persönlich durch die Künstlerin vorstellen zu lassen.
Bürgermeister Traub dankte Yvonne Schenk für ihre »nicht alltägliche Ausstellung«, die das Rathaus, den »spröden Zweckbau«, für einige Zeit bereichere. Die Vernissage wurde von Musikschullehrer Martin Knipper an der Gitarre und Mandoline musikalisch umrahmt.
Die Werke der Künstlerin Yvonne Schenk sind noch bis 8. November im Rathausfoyer zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. (Hausmann - 2002)

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Ohne Inhalt keine Kunst


Innerhalb der Reihe "Künstler der Region" sind Collagen und graphische Arbeiten der Künstlerin Yvonne Schenk in den Limes-Thermen zu sehen
Wie Professor Eugen Hafner in seiner Eröffnungsrede bemerkte, wird der Besucher bereits beim Betrachten der Ausstellungsstücke "zum kreativen Nachdenken angeregt". Faserige Pflanzenteile, buntes, teilweise mit Autolack besprühtes Tonpapier sowie futuristische Materialien wie schimmernde Folien, zerbrochene Spiegelstücke oder Cds verwendet die Künstlerin für ihre Ikebana-Collagen.
Gerade die Kontraste zwischen natürlichen und künstlichen Tönen, wie beispielsweise in "Himmelssplitter im April", lassen erkennen, wie intensiv die Künstlerin die Jahreszeiten wahrnimmt und ihre Naturverbundenheit in ihren Werken ausdrückt.
"Ich wollte weg vom Üblichen, weg von der Kunst, die nur auf den Kommerz zugeschnitten ist" antwortet Yvonne Schenk auf die Frage, warum sie gerade die Kunstform Collage ausgewählt habe. "Heutzutage wird mit der Kunst Scharlatanerie betrieben, sie wird immer weniger nach ihren Inhalten interpretiert." Yvonne Schenks theoriebetonte Graphiken müssen jedoch ausschließlich nach ihren Inhalten interpretiert werden: mit Tusche auf Raufasertapete kreiert sie religiöse und philosophische Comics, meist mit Texten, die die Problematik darstellen, auf die ihr gesamtes graphisches Werk zielt: die Kritik an der ausschließlichen Wissenschaftsgläubigkeit unserer Zeit. "Das Maß zwischen Religion und Naturwissenschaft sollte im Auge behalten werden" erläutert Yvonne Schenk ihre künstlerische Intention. Im Atelier der Künstlerin, die in ihrer Kindheit stark durch die zweite Heimat Indien geprägt wurde, stapeln sich die Bücher. Sie interpretiert Kernsätze von Immanuel Kant und Thomas von Aquin in ihrem Schaffen, in dem die Menschenwürde eine zentrale Rolle spielt.
Die Ausstellungsreihe dient einem guten Zweck, wovon der Tierschutzverein Ostalb und der Kindergarten St. Josef in Unterkochen profitieren. Die von Martin Knipper gespielten Stücke auf der italienischen Mandoline und Gitarre harmonierten mit dem Ambiente der Limes-Thermen und umrahmten gekonnt die Vernissage. (Julia Grimminger - 2001)

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Ausstellungseröffnung / Yvonne Schenk gibt dem Glauben Gestalt
Glauben, Comics und Collagen:


Pfarrer Merkel eröffnete die Ausstellung in der Jacobs-Kirche in Kirchheim. Gezeigt werden Werke von Yvonne Schenk. Feierlich umrahmt wurde die Eröffnung mit einer kleinen Serenade.

Kirchheim am Ries. Pfarrer Thomas Merkel stellte die Künstlerin und ihre Arbeiten vor. Yvonne Schenk wurde 1955 in Dinkelsbühl geboren. Als sie sieben Jahre alt war, siedelte sie mit ihrer Familie nach Indien über, wo sie bis zu ihrem vierzehnten Lebensjahr blieb. Nach der Rückkehr nach Deutschland besuchte sie das Mörike-Gymnasium in Esslingen, später studierte sie klassischen indischen Tempeltanz und besuchte Philosophie-Seminare.
Nachdem sie schon in der Schule durch sehr talentierte Zeichnungen aufgefallen war, erfolgte später ihre Hinwendung zur bildenden Kunst. So hatte sie ihren letzten Auftritt als Tänzerin 1985 in der Stuttgarter Liederhalle und bereits 1989 ihre erste Ausstellung.
Die Ausstellung unter dem Thema "Dem Glauben Raum geben - und Gestalt" ist mit zwei sehr unterschiedlichen Arten von Bildern bestückt. Zum einen farbige Collagen aus Pflanzenteilen, Spiegelscherben, Pizzakartons und ähnlichen Utensilien, zum anderen gibt es sorgfältig ausgeführte, großformatige Bleistiftzeichnungen.
Ganz anders sind die philosophischen Comics. Auch hier sind Pflanzen, Tiere und Menschen das Motiv. Die Bilder wirken naiv gezeichnet und stecken doch voller Überlegung. Es sind scheinbar konstruierte Bilder, weit weg von jeder Spontaneität. Dies wird besonders deutlich darin, wie die Menschen gezeichnet sind: Sie zeigen einen naiven, glücklichen Gesichtsausdruck.
Zwischen den Erläuterungen unterhielt das Bläserensemble Märkingen vorzüglich mit "Now is the month of maying", "Preludio - Allemand aus Sonata Es-Dur", "Marsch + Choro festivo" und "The silver swan". Gisela Baumgarten an der Orgel und Katharina Martzy auf der Violine rundeten mit ihrer Darbietungen "Largo" und der "Aria" die Eröffnung feierlich ab. Pfarrer Merkel lud anschließend ins Evangelische Gemeindehaus, wo weitere Werke der Künstlerin ausgestellt sind.
Die Ausstellung ist bis 21. Mai samstags, sonntags und an den Feiertagen jeweils 11 bis 17 Uhr geöffnet. (GOT - 2000)

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Kabinettkunst mit Tiefsinn

Philosophische Comics und Ikebana-Collagen von Yvonne Schenk sind in Aalen-Unterrombach ausgestellt.
Zur Eröffnung einer Ausstellung auf engstem Raum, in den Praxisräumen in der Badstraße 1, stellte Prof. Dr. phil Eugen Hafner dem kleinen Kreise Kunstinteressierter die Künstlerin Yvonne Schenk vor und erläuterte ihr Werk. Hafner charakterisierte Schenks Exponate als "Kabinettkunst, die auch für kleine Räume taugt".
Yvonne Schenk, 1955 in Dinkelsbühl geboren und in Oberkochen wohnhaft, verarbeitete unter anderem in exotischer Ferne während ihrer Kindheit in Indien gewonnenen Eindrücke in ihren Ikebana-Collagen auf Airbrush-Hintergrund, erläuterter Hafner. Ein besonderes Werk der ausgebildeten Tempeltänzerin sei "Gedanken zum Tanz".
In ihren philosophischen Comics klagt Yvonne Schenk Experimente am lebenden Tier an. (Gr - 1996)





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Yvonne Schenk: Karikaturen und Philosophie:
Bleistift gibt Denkanstöße:



Kulturkritisches gedeiht in Oberkochen nicht im Elfenbeinturm, sondern im sonnendurchfluteten Wintergarten auf der Heide. Dort schafft Yvonne Schenk philosophische Karikaturen zum Thema Mensch, der das Privileg des Bewusstseins genießt.
Mit Leidenschaft nimmt die Künstlerin lebenstötenden Rationalismuswahn ins Visier. In arbeitsaufwendiger Schraffiertechnik bringt Yvonne Schenk, verheiratete Reiling (40), mit Blei- und Buntstift profilierte Figuren auf Rauhfaserpapier - als da sind: Affen und Menschen, begleitet von Symbolen der Bewusstwerdung und Religion. Diese Zeichnungen fordern heraus zum Denken und Diskussion, und setzen Akzente in der Oberkochener Kulturszene.
Daß Tiere katalogisiert, kaltblütig getötet und konsumiert werden, kritisiert Schenk. Sie könne nicht erst ein Tier streicheln und dann das Fleischerbeil schwingen; weshalb sie vegetarisch lebt. Unterschiede der Kulturen erlebte die Künstlerin bereits im Kindesalter. lebte sie doch sieben Jahre bis zu ihrem 14. Lebensjahr im indischen Bundesstaat Bihar. Später schloß sie in Stuttgart eine Ausbildung in indischem Tempeltanz ab.
Während des Studiums der Rechte freundete sie sich besonders in Vorlesungen des Stuttgarter Naturphilosophen Max Bense mit der Philosophie an. Dabei hat sie erkannt, dass Religion auf der Menschenwürde aufbauen müsse.
Sie handelt nach Kants Forderung: "Handle so dass die Maxime deines Willens zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung sein könnte".
Die Karikaturen ergänzen Jazz-Collagen, die der Szene im Mekka des Jazz eine besondere Note geben. Yvonne Schenk erklärt, sie improvisiere die Collagen nach Art des Free Jazz. Ihre Lieblingsmusiker aber sind Miles Davis und Louis Armstrong.
Seit zehn Jahren wohnt die nun nicht mehr ganz neue Oberkochnerin in der Stadt, und sehr gerne auf der Heide. Hier sei ein multikultureller Mikrokosmos entstanden. Oberkochen habe den besonderen Charme eines Weltdorfes, wo Manager mit Samsonite-Koffern an den Resten bäuerlicher Kultur vorbei eilten. (Gr - 1996)

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Ohne Weg gibt es kein Ziel

Prof. Hering bei der Ausstellungseröffnung Yvonne Schenk in der Stadtbücherei


Es waren wenige, aber sehr interessierte Vernissage-Gäste, die sich am Montag abend im Elmar-Doch-Haus eingefunden hatten, um die Ausstellungseröffnung der Königsbronnerin Yvonne Schenk mitzuerleben. Diese zeigt in den kommenden beiden Monaten im Ausstellungsbereich der Stadtbibliothek Ikebana-Collagen und Karikaturen. Dabei hatte man ein kurzweiliges Programm zusammengetragen, in dem unter anderem Bibliotheksleiter Hans E. Valentin mit blitzenden Bonmots Heiterkeit erzeugte. So etwa, als er den die Einleitung musikalisch unrahmenden bekannten Violinisten Hans Grupp nach einer Etüde des Bach-Zeitgenossen Kreuzer fragte, ob denn nicht ein Kreuzer etwas wenig sei für die Werke Yvonne Schenks. Doch der aus Aalen angereiste Vernissage-Redner Prof. Dr. E. Hering ging die Sache ernsthaft, aber auch locker an. Er schlug einen Bogen über die Kunst des 20. Jahrhunderts im allgemeinen, die nicht wie vor dem etwas wiedergebe, sondern selbst Neues produziere und daher oft schwerer verständlich sei, bis zur Kunst und Biografie der anwesenden Künstlerin konkret, in deren Leben und schöpferischem Arbeiten er immer wieder Gegensätze und Kontraste erkenne. Das mache auch die Bilderschau selbst deutlich, die neben den spontanen Kreativakten der Collage - hier sei der Weg das Ziel des schöpferischen Aktes - ganz andere, nämlich gedanklich tiefschürfend vorbereitete Bilder in Cartoonform präsentiere. Hier wiederum werde deutlich, dass es ohne Weg kein Ziel gebe.
Die flüssig und elegant gehaltene Rede hätte sicherlich mehr Publikum verdient gehabt. Das wird die Ausstellung noch erleben, denn trotz rigider Gebührenverordnung erfreut sich die Stadtbibliothek bekanntlich weiterhin ungebrochenen Interesse, un so werden bis Anfang Mai zweifelsohne noch Hunderte von Büchereikunden an den schmucken, glitzernden, leuchtfarbig auffälligen Collagen und vielschichtigen Zeichnungen ihre Freude finden (zu sehen jeweils während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek). (kpp - 1995)

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Bilder im Zeitalter der Ungeduld

"Kunst ist nicht Alete": Ausstellungseröffnung Yvonne Schenk im Rathaus Königsbronn mit Otto Bantel


Schon der Titel verheißt Exquisites: "Naiv-surrealistische Bild-Gedichte und Ikebana-Collagen" werden seit Sonntag im Rathaus Königsbronn gezeigt. Derlei Bezeichnung stammt von Yvonne Schenk, verehelichte Reiling aus Oberkochen, die Jura studieren sollte, dann aber über Ballett und das Studium des indischen Tanzes sich der Kunst annäherte.
Auch aus Oberkochen kommt Gymnasialprofessor Otto Bantel. Er führte, nach der Begrüßung durch BM Michael Stütz, ein in das Wesen der Ausstellenden und die Art des Ausgestellten.
Yvonne Schenks Ikebana-Bilder, so erklärte Bantel, sind nicht, "wie ihre japanischen Vorbilder, dreidimensional", sondern "auf nahezu zweidimensionale Bildform gebracht; Man könnte von Ikebana-Reliefs sprechen". Diese Bilder seien von großem ästhetischen Reiz; es kommt aber, in den toten Pflanzen, der Tod symbolisch ins Spiel.
Die zweite Bildergruppe, die Bantel ansprach, seien "Umweltbilder": solche, die von Menschen geschaffen wurden: Glas, Kunststoffe - und Papier. Für Bantel stecken in ihnen "verdichtete Anklagen gegen die Zerstörung der Natur".
Eine dritte Gruppe von Ikebana-Bildern, so wurde weiter klassifiziert, seien die "Hommagen" - Huldigungen an "Künstlervorbilder" vie Van Gogh oder Mondrian. "Diese Bilder wollen nicht mehr sein als Übersetzungen der Handschrift des Gehuldigten in Schenk'sche Ikebana-Handschrift". Die letzte Gruppe, "dem Ikebana-Gedanken nur noch wage verpflichtet", sind die Bild-Collagen: "Es sind geistige Landschaften, in denen der Mensch als Wesen nicht auftaucht". Diese Bilder seien, wertet Bantel, "von faszinierender Schönheit".
Soweit die Ikebana-Bilder. Yvonne Schenk hat aber auch einige großformatige Zeichnungen ins Rathaus gebracht - von der Künstlerin als "naiv-surrealistische Bild-Gedichte" bezeichnet. Vom Inhaltlichen her, meinte Bantel, sei ihnen nicht immer leicht beizukommen. "Der Formsprache nach wirken diese Bilder eher naiv und heiterpoetisch". Vielfach seien sie aber "äußerst hintergründig" und trügen "philosophische Deutungen" vor. Die Bilder seien auf Raufasertapete gezeichnet und "trotz des reinen Schwarz-Weiß nicht hart graphisch in ihrer Wirkung". Bantel konstatierte "reizvolle graphische Valeurs".
"Wir leben in einer Zeit der Ungeduld", so der Redner; für Y. Schenks Arbeiten aber brauche man Zeit. "Kunst ist nicht Alete", sei ein Ausspruch von ihr - Kunst sei nichts Vorgekauftes. Einige Bilder deutete Bantel als "philosophische Selbstgespräche, in die man sich als Betrachter einmischen kann".
Den Bildern, "aus den luftigen Höhen der Oberkochener Heide kommend", wünschte Bantel abschließend einen möglichst tiefen Abstieg "in die sogenannten Niederungen des Alltags" und möglichst viele aufgeschlossene Gesprächspartner. (Manfred Allenhöfer - 1992)

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